AktuellesInformationenSchuleUnterrichtUNESCOInterner Bereich Koblenz, den  05.02.2012 

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Offener Unterricht

 

Untersuchungen haben ergeben, dass heutige SchülerInnen häufig Lernschwierigkeiten haben, weil die nötigen Techniken zur Planung und Steuerung ihres eigenen Lernens fehlen.

 

Die LehrerInnen stellen fest, dass bei den SchülerInnen folgende Mängel auftreten:  Dürftige Lesefähigkeit und geringe Lesebereitschaft, geringe Ausdauer und Konzentration, Unsicherheit und Unselbständigkeit bei komplexen Arbeitsaufträgen, mangelnde Eigeninitiative und Problemlösefähigkeit, geringe Gesprächsbereitschaft und mangelnde Teamfähigkeit, Unfähigkeit anderen zuzuhören, dürftige Ordnungsliebe, rasches Vergessen des Lernstoffes und zu geringe  Lernmotivation.

 

Dennoch sind SchülerInnen heute nicht schlechter als früher. Sie sind anders. Diesem Sachverhalt versucht das Eichendorff-Gymnasium Rechnung zu tragen, indem es dem handlungsorientierten Unterricht eine besondere Bedeutung beimisst. Wir sind der Auffassung, dass SchülerInnen Sachkompetenz, Methodenkompetenz und Sozialkompetenz haben müssen, um selbständig arbeiten zu können. Indem wir nicht nur das WAS vermitteln, sondern auch das WIE und MIT WEM, entsprechen wir den Anforderungen des erweiterten Lernbegriffes.

 

Seit 1988 haben wir den OFFENEN UNTERRICHT in der Orientierungsstufe, in der die gymnasialen Grundlagen gelegt werden, institutionalisiert und weiterentwickelt. Wir heißen alle Unterrichtsverfahren gut, geben aber bewusst den offenen Methoden den Vorrang. Das bedeutet, dass wir stärker schülerzentriert statt lehrerorientiert und stärker prozessorientiert statt ergebnisorientiert arbeiten.

 

In unseren 5. und 6. Klassen bildet der Klassenlehrer / die Klassenlehrerin (ihnen ist jeweils ein Vertreter  oder eine Vertreterin zugeordnet) mit anderen FachlehrerInnen ein Kernteam, das in mehreren Phasen das Methoden- und Sozialformtraining durchführt und in der Orientierungsstufe nicht wechselt. 

 

Eigene Methodentage in der 5. Klasse, die das Kernteam durchführt,  festigen  die methodischen Fertigkeiten, so dass die SchülerInnen in den folgenden sogenannten WU-Stunden  (3 Stunden pro Woche, in denen weitgehend fächerübergreifend gearbeitet wird) selbständig arbeiten können.

 

Die WU-Stunden bündeln sich in Monatsarbeitsplänen, die jeweils von einem methodischen oder sozialen Schwerpunkt bestimmt sind. So werden z.B. Gesprächstechniken, Techniken des Vokabellernens, Illustrationstechniken, Nachlagetechniken, Lesetechniken, Konzen- trationstechniken, Zeitplanung, Einzel-,  Partner- und Gruppenarbeit etc. eingeübt. Das in der Orientierungsstufe zu Grunde gelegte Prinzip des handlungsorientierten Unterricht wird in der Mittel- und Oberstufe fachbezogen fortgesetzt. Für weitere Informationen steht unsere Leiterin der Orientierungsstufe, Frau I. Stück,STD, zur Verfügung.